Weiblich, sinnlich, lustvoll – Buchpräsentation

Dr. Elia Bragagna und ihr Mann Rainer Prohaska, mit dem sie gemeinsam das Buch verfasst hat

Sexualität sinnlich und lustvoll erleben ist keine Selbstverständlichkeit.

Wie Körper, Psyche und Alltagsleben die weibliche Sexualität beeinflussen können, ist kaum bekannt. Das macht Platz für Aberglauben und falsches Wissen.

Dr. Elia Bragagna, Österreichs bekannteste Sexualmedizinerin, räumt mit diesem Unwissen auf. Sie erklärt, wie weibliche Sexualität funktioniert, wo die Zentren der Sinnlichkeit liegen, wie man Sexualprobleme verhindern oder lösen, und eine passende Sexualität finden kann.

Das Ziel ist: Durch Wissen Angst und Druck nehmen, um eine unbeschwerte Sexualität genießen zu können.
Liebenswert – feminine Lebensart hatten die Ehre, Schauplatz der Buchpräsentation am 22. Setptember´10 zu sein.
Wie ist es möglich, dass so viele Jahre nach der sexuellen Revolution im Internet-Zeitalter und in Zeiten der Omnipräsenz des „Themas Sex“ die Menschen noch immer Wissen über Sex haben wollen? Nicht nur medizinische Laien, auch ÄrztInnen wollen mehr über die weibliche Sexualität wissen. Warum?

Es gibt bislang kaum fundiertes Wissen über die weibliche Sexualität. Unser Wissen darüber hinkt noch einige Jahrzehnte dem Wissen über männliche Sexualität hinterher.

Das vorliegende Buch ist das Ergebnis von 30 Jahren bruflicher und privater Erfahrung, ein umfassendes Werk für Frauen, aber auch für Männer.
Fast 80 Personen waren der Einladung gefolgt und kamen wissbegierig zu uns ins Liebenswert. Unser Gewölberaum war gefüllt von aufmerksamen HörerInnen. „Ich lade Sie ein, mit diesem Buch, sich auf eine Reise zu sich selbst, zu Ihrem Köper, zu Ihren innersten Bedürfnissen und auch zu Ihren Grenzen zu begehen.“ – so Bragagna
„Wenn Sie dieses Buch gelesen haben, werden Sie mit Ihrer einmaligen Art, Sexualität zu leben und zu empfinden, kennen gelernt haben. Sie werden erkennen, dass genau Ihre Eigenart Sie sexuell attraktiv und einzigartig macht. Sie werden nicht mehr an sich zweifeln, sondern Worte finden, wie Sie mit Ihren Bedürfnissen etwas Neues kreieren, anstatt zu schauen, was denn die Normen Ihnen vorschreiben wollen“.
„Sie sind einzigartig, einmalig, unersetzbar, lebendig, sinnlich und genussfähig“.

Alle Anwesenden sind wissbegierig....

Alle Anwesenden sind wissbegierig....


„Das Wissen über weibliche Sexualität wird auch die Männer entlasten, denn sie werden erfahren, was einen weiblichen Körper wirklich anregt und was nicht. Sie werden die alte Last ablegen können, dass sie die Verantwortung dafür tragen, ob ihre Partnerin sexuell befriedigt ist oder nicht. Sie werden aufhören können, etwas von ihren Partnerinnen zu fordern, was deren Körper und Psyche nicht erfüllen können.
Die Sexualität wird leichter, entspannter und befreiend – sowohl für die Frauen als auch für die Männer.“

Die Damen vom Ueberreuter-Verlag, bei dem das Buch erschienen ist am Präsentationstisch


Das Buch gibt es selbstverständlich bei uns im Geschäft: € 19.95 – 160 Seiten ISBN 978-3-8000-7475-4

Nach so viel Information war es schön sich auszutauschen, und das Neuerworbene zu diskutieren. Viele Ärzte, Psychtherapeuten und Menschen aus diesen und ähnlichen Betätigungsfeld konnten in entspannter Atmosphäre, kleinen Snacks und Getränken den Abend nutzen, einander kennen zu lernen.Wir denken, dass dieser Abend etwas ganz spezielles ins Leben gerufen hat: Dass Wissen für alle abrufbar werden kann. Man muss nur den ersten Schritt tun. In diesem Fall – das Buch zu lesen!Danke Elia!
Hier noch der Link zu AfSG – Akademie für sexuelle Gesundheit:www.afsg.at

Weltverhütungs-Tag

26.Oktober – Weltverhütungstag

Verhütung bedeutet ja Vielerlei; Unfälle z.B. sollte man verhüten, aber auch viel anderen Ungewollten Ereignisse wie Feuer, Einbrüche oder Krankheiten…..
Das Wort an sich hat mit Sex eigentlich nichts zu tun, wird aber sofort damit assoziiert.„So hat sich das Wort „Verhütung bezeichnend für „Empfängnisverhütung“ eingebürgert und beschreibend dafür stehen viele Varianten: Pille, Spirale, Hormonspritze,- Pflaster, Spirale, Diaphragma und nicht zu Letzt das Condom.
Verhütest Du?“ fragen sich Sex & Kopulierungswillige vor dem Beischlaf; zumeist vor dem `ersten Mal`.
Das ist die Frage des Mannes; – in der Hoffnung sie antwortet mit – „Ja, ich nehme die Pille.“ – damit ist dann alles gut…. vielleicht kommt ja dann das Thema CONDOM nicht zur Sprache…. außer die Frau will noch etwas verhüten: Geschlechtskrankheiten-Übertragung!

Noch vor der Erfindung der hormonell in den Körper der Frau eingreifenden „Verhütungsmittel“ kannte man lange Zeit nur mechanische Hilfsmittel, die bevorzugt die Männer in den Geschlechtsakt einzubringen hatten.
Schaf-, Ziegen-, und Hammeldärme, Fischblasen und noch vor Casanovas Zeiten mussten sogar mit Kräutertinkturen befeuchtete Leinensäcksäckchen herhalten.

Als die „sexuelle Revolution“ in den 1960er Jahre mit der Pille die „freie Liebe“ einläutete, war es dann allerdings vorbei mit der Herr- schaftlichen Verantwortung.
Ab diesem Zeitpunkt durften die Frauen die ganze Verantwortung übernehmen. Auf Kosten ihrer Gesundheit und Irreführung ihres Hormonhaushaltes.
So war die „Revolution“ schön für die Männer; Frauen wurde (oder ist) vielleicht nur unterschwellig Bewusst, welche Bürde hier auf sie abgewälzt wurde!

Schön war die Zeit, als wir Frauen in den 1980ern One-night-stands ohne Angst frönen konnten. Das Condom spielte nur eine untergeordnete Rolle. Und wenn einmal ein „Tripper“ eingefangen wurde, merkte Frau das schnell und zum Gynäkologen ihres Vertrauens – 1 Spritze, ein bisschen Antibiotika – und schon gings munter weiter….

Nur wenige Frauen hielten gegen die einfache, unkomplizierte Art des unerwünschten Kinderzeugungs-Maßnahmen stand.
Nur einige glaubten an die ohne Nebenwirkungen funktionierende, und nur im Falle dass – einzusetzende Hilfsmittel. – Das Condom als Mittel zum Zweck!
Irgendwie blieb das „Schmutzige“, das „Kranke“ und das „Unsaubere“ ab den 60ern am Condom haften, und war schwer aus den Köpfen der „Verhütungssuchenden“ zu entfernen.

Dann kam HIV und AIDS. – Hauptsächlich durch Geschlechtsverkehr übertragen.
Zuerst als „Schwulenkrankheit“ mystifiziert, erkannten alle bald die globalen und vielschichtigen Übertragungsmöglichkeiten. Die 90er waren geprägt von Horrormeldungen über Neu infizierte und Aidskranke. Die Erkenntnis, dass es jeden treffen kann, sickerte dank Aufklärungskampagnen langsam in unser aller Köpfe.

Auch heute sind die Frauen zwischen 20 und 35 die Gruppe, in der sich die meisten HIV-Neuinfizierten befinden. Viele derer verhüten nur Einseitig!

Der Glaube: Der schaut ja so sauber aus, der hat sicher nichts… oder der ist ja in einer so hohen Position…. als auch der hat nicht so viele Frauen gehabt und war bis vor kurzem in einer langjährigen Beziehung… bis hin zu „Waschen und Körperhygiene“ schützen vor Aids – oder der Hedonismus schlechthin – Mir wird schon nix passieren! – reicht die Palette der Verantwortungslosigkeit sich selbst und dem Sexpartner gegenüber…..

Nun gibt es allerdings die neueste Publikation einer Ärztin für Allgemeinmedizin und Psychosomatik Dr. Julia Rüsch, die Ihre Meinung aus Beobachtungen und Forschungen gemacht haben will. Sie schreibt in einem Frauenforum im Internet darüber, wie Condome die weibliche Psyche beeinflussen und behauptet sogar, dass „Condome Frauen depressiv“ machen!

Frauen, die sich als Befriedigungsobjekt für den Mann durch die Benutzung eines Condoms degradiert empfinden – habe ich in den 17 Jahren meiner Beruflichen Tätigkeit als Erektionsbekleiderin noch keine angetroffen!
Frauen die Mittels Condome verhüten wissen was sie haben: Doppelte Sicherheit! – Keine lästigen Nebenwirkungen wie Thrombosen usw.!Keine stundenlange nasse Höschen Nachwehen oder „nasse Seite“ im Bett! – und einen fürsorglichen und Verantwortungsvollen, rücksichtsvollen und einfühlsamen Sexual – und/oder Lebenspartner!

Verhütung =
1. Aufrollen und Spaß haben
2. Abrollen, Zu knoten
3. Und alle Sorgen mit in den Restmüll werfen!

Das macht den Kopf frei und ist Verantwortungsvoll.

Paris – Stadt der Liebe?

 

"Pariser Mode"

Eigentlich verlockt der Februar nicht wirklich zu einem Städtebummel-. Immerhin ist dieser Monat einer der tristesten im ganzen Jahr. Aber vielleicht gerade deshalb haben wir (mein Mann und ich) uns diesen Monat auserkoren, um in die „Stadt der Liebe“ zu reisen. Die Liebe steckt ja in uns – unabhängig von Wetter und Umgebung.

Gerade angekommen und mit dem Roissy-Bus gleich mitten ins Geschehen transportiert, waren wir von der Größe der Stadt und den überzähligen Prachtbauten, den riesigen Straßen und dem lebhaften Treiben zu tiefst beeindruckt. Die Oper war unser zentraler Punkt; von hier aus wollten wir die Stadt erkunden. Ein kleines aber feines Hotel in einem der kreuz und quer liegenden Seitengassen hatten Freunde aus Paris für uns gebucht.

 Paris aufgepasst! – Erotikfachfrau auf Erkundungs-Tour!

Mein Mann freute sich schon auf das LOUVRE – und so führte unser erster Spaziergang vom Place Vendome – der den ersten „Phallus“ in der Mitte ziert – über den Place de la Concorde auf dem mich sogleich der zweite „Obelisque“ in seinen Bann zog. Mein Blick streifte umher, um gleich den dritten – den Eiffelturm – in der ferne zu erspähen.

Wir waren eben erst angekommen: 3 Phalli in den ersten Stunden! Interessant.

 Was würde nun das berühmteste und größte Museum für mich bereithalten?Gleich im ersten Saal wurde ich fündig: die „alten Meister“ malten mit einer Hingabe und Präzision, unter Anderem auch nackte Körper, fingen die Schönheit der Menschen in ihren Werken ein, dass mir vor lauter Anmut fast Schwindelig wurde!

Die graziösen Bildnisse in überdimensionalen Malereien – und immer wieder nackte Tatsachen dazwischen. Auch Skulpturen von Männern und Jünglingen, die fast immer nackt dargestellt sind, ermunterten mich, genauer hinzusehen. Alle hatten knabenhafte Penisse; alle eine dezente Intimfrisur.

Und wie sind die Frauen dargestellt? Ihre Intimzone meist dezent mit einem Tuch bedeckt; Stoffe fließend über ihre Lenden gelegt. Bei fast allen Skulpturen und Bildern – von der Nike von Samothrake bis Psyche und Amor. Nur bei einigen, wenigen Bildern fand ich die Weiblichkeit ohne Verhüllung…. z.B.Das türkische Bad (J.-A.-D. Ingres) – jedoch immer ohne ein einziges Haar zu sichten. Waren die Frauen in den verschiedenen Epochen alle stets rasiert? In der Türkei gibt es doch eine spezielle Zuckerepilation. Wurde auch schon damals alles fein säuberlich weg-gezuckert?

Auch im POMPIDOU – wo sich die Zeitgenössischen Künstler wiederfinden: Männer nackt; mit offen gelegter Männlichkeit; Frauen dezent verhüllt.

"Erste Frauenrasierer"

Hier fand ich auch einen Zeitzeugen der Rassur. In dezenten Farben wurde der erste „Frauenrassier-aparat“ um 1950 von der Firma Braun unters weibliche Volk gebracht.“Fein“, denk ich mir.“wurde sicher seinerzeit auch nur für das Rasieren der Beine beworben – so wie der Vibrator eigens für die Gesichtsmassage seine Abnehmerinnen fand!“….

Mir stellte sich wieder einmal die Frage: Schambereich – ein weibliches Phänomen? – warum sollen wir uns schämen? Warum ist die Intimzone der Frau auch in der Kunst so versteckt?

Das Y ist wunderschön – fein, feminin, und voller Mystik!

Zwischen unseren Schenkeln tragen wir unser lieb gewordenes Geheimnis spazieren. Es ist in unserem Körper. Der, der es erkunden darf, eröffnen wir erst den Weg durch das spreizen unserer Schenkel.. Hier liegt die Weiblichkeit verborgen – also ist an dem Betrachten des nackten weiblichen Körpers, ganz ohne Verhüllung, nichts obszönes, nichts voyeuristisches zu finden.

Nicht mehr als das Betrachten eines nackten Männerkörpers – der allerdings viel mehr preis gibt. Doch der muss sich schon seit jeher nicht schämen, und wird in Bildern und Skulpturen heroisch, nackt, stark und männlich dargestellt!
Das Gleiche finde ich auf den Pariser Straßen wieder: Viele Skulpturen und Monumente – Nackte Männer, verhüllte Frauen.
Nur die weiblichen Brüste sind für den Betrachter auch ohne Zucht und Tadel ersichtlich. Schon eigenartig……

"Kleinstes Erotikfachgeschäft...."

Als wir nach dem Besuch im Pompidou auf der Suche nach Kaffee, Crêpes und etwas Ruhe durch Gassen mit unvergleichlichem schickem Pariser Flair schlendern, erblicke ich in einer winzigen Auslage mir wohl bekannte Artikel: Das selbe verkaufe ich doch auch! Was ist das hier? -Das ist ein, feines, aber winziges Erotikfachgeschäft! Das kleinste, das ich je gesehen habe…. und ich kenne Einige!…. Ich zögere nicht lange – ich muss da rein!

Die Verkäuferin begrüßt mich freundlich – aber irgendwie ist Sie in einem kleinen Kobel hinter einem Computer versteckt – nachdem ich meine „Spionage“ als beendet betrachtete, spricht sie mich an. In lückenhaften Französisch versuche ich ihr zu erklären, dass ich auch so ein Geschäft habe, und ich von der „Größe“ beeindruckt bin. Ca. 15 m² ist nun wirklich nicht viel. Mich erinnert es an mein „Vibratissimo“ im Condomi – dort, wo ich vor mehr als einem Jahrzehnt, mit dem Beginn des Vibrator-Enttabuisierens begonnen hatte…. Sie lächelt, und verweist mich in ein Geschäft, gleich um die Ecke, dort wäre die Auswahl und auch das Geschäft selbst größer!

Ich staune nicht schlecht; gleich um die Ecke? – „Komm“, sage ich zu meinem Mann, „da müssen wir jetzt auch noch hin, und der Kaffee kann warten!“

"Pariser Chic"

Ich betrete das von außen sehr dezent mit riesigen rosa Herzen dekorierte Geschäft: 1969 heißt es. Noch nie gehört! Wo der Zufall mich immer hin schickt!

Alles da. Das ganze Sortiment. Ich weiß, wer dies alles im Bausch und Bogen an die Fachhändler verkauft. Leider nichts Neues! Der Gesamtkatalog von Seite 1 bis 69. Leider kein persönliches Flair. Die Wände stylisch mit barockem Muster tapeziert. Grau, Lila, Weiß und das schicke Schwarz. Leider vergleichbar.

Das selbe in Grau, Lila, Weiß und Schwarz – hab ich schon gesehen. Sogar in meiner Nähe…. Tja – Jetzt werden sogar die Erotikfachgeschäfte schon austausch-, und verwechselbar! „Pariser Chic“. Ich muss lächeln. Dass eine Freundin aus Gols mit Ihren beiden erwachsenen Töchtern mich bei meiner Spionage-Mission jetzt Inflaganti ertappt, und ebenfalls zur gleichen Zeit am gleichen Ort ist, gipfelt diese Aktion ins Lächerliche.

Jetzt zieht es mich nach MONTMARTRE. Jetzt will ich es wirklich wissen.Was macht Paris zur Stadt der Liebe??
Vorbei am Place Clichy auf dem legendären Boulevard de Clichy und Boulevard Rochechouart.

Denn dort erwarte ich das echte Paris: Das Moulin Rouge!; das Pigalle! Und dort soll sich auch, so fand ich heraus: das Pariser „Musee de L´erotisme“ befinden!

Ziemlich ernüchtert musste ich feststellen, dass es hier auch nicht viel anders aussieht als in Hamburg auf der Reeperbahn – ein schmuddeliger Sex-Shop, mal groß, mal klein, nebeneinander; ein Etablissement mit Go-Go Tänzerinnen und Stripperinnen dazwischen.

"Pariser Erotikmuseum"

Leicht entzaubert freute ich mich nun auf das “Erotikmuseum“!

Ich hatte auch schon in Berlin das Museum der Beate Uhse besucht, und war demnach etwas voreingenommen – und erwartete mir nicht zu viel….

Doch siehe da. Äußerst amüsant und liebevoll zusammen getragenen einzigartige Stücke, gleich zu Anfang der uns zu erwarteten 7 Etagen!

Was mir am Besten gefiel: Eine Alte, (quasi ) Peepshow aus dem 18. Jhdt! Aus Holz geschnitzt, zum Aufziehen, und dadurch beweglich gemacht: Püppchen, die kopulieren; als Anregung zum Beischlaf. Gleich in zwei Ausführungen – soll wohl sehr beliebt gewesen sein; bewegte Bilder noch vor der Erfindung des Films.

"Peepshow anno dazumal"

Was mich neben all den anderen Bildern, Malereien und Illustrationen von damals auch noch sehr beeindruckte, waren die Holz,-Elfenbein,-Keramik und Porzellandildos aus fachkundigen Werkstätten oder von geschickten HandwerkerInnen.

Ich stellte mir die Herren oder Frauen vor, die heimlich im stillen Kämmerchen dies oder jenes fertigten, um die Frauenwelt damit zu beglücken.

"Löffelchen"

Das wirklich Beeindruckendste fand ich allerdings in der Vitrine gleich daneben: Die Löffelchen, die zum Auffangen des weiblichen Ejakulats „dem Nektar der Göttinnen“ diente! In vielen Epochen wurde diesem erquickendem Saft verheißungsvolle Kraft hinein interpretiert; ja gesundende Eigenschaft verheißen. Ich freute mich sehr über dieses Fundstück! Ein Beweis dafür, dass dieser Saft des Glücks und der Verzückung schon in langer Vergangenheit wahre Aufmerksamkeit und liebevoller Respekt gezollt wurde!

"Steinzeitdildos?"

 Eine Etage höher ging mir ein Licht auf:

Das Paris, dass als die Stadt der Liebe bekannt ist wurde hier präsentiert: all die „leichten Mädchen“ mitsamt Ihrer „Puffmutter“ im Separee auf Zelluloid gebannt – vor rund 100 Jahren für die käufliche Liebe zur Schau gestellt.

Polizeiliche Anweisungen, Führungszeugnisse und Stundenzettel zur Abrechnung im Etablissement ebenso. Vom „Sanieren in regelmäßigen Abständen“ ist hier z.B. ein Dokument zu finden, bei dem sollte wohl die ärztliche Untersuchung und Überprüfung der unterschiedlichsten Geschlechtskrankheiten gemeint sein.

Dass diese Straße und dieses Viertel wohl die Gegend gewesen sein muss, in dem sich all jene tummelten, die in der Stadt zum einen Teil die „Liebe“ suchten, zum Anderen die „Liebe“ anboten, ist hier belegt. Auch in der heutigen Zeit findet man noch diese oben beschriebenen Reste; und mir wurde bewusst – Das war wohl damit gemeint: statt der Liebe!

 Leider mussten wir nach einigen Tagen in dieser schönen Stadt wieder abreisen. Aber eines ist sicher: Wir kommen wieder! Vielleicht ist im Frühling oder Sommer mehr von der Liebe zu finden. Liebe, die sich nicht kaufen lässt, die verzückt, und nicht messbar ist. Sondern einfach nur fühlbar wird….

Hier noch ein paar weitere Impressionen:

"Für jeden Geschmack und Größe..."

"Noch eine Peepshow..."

"Reisepenis im Etui?"

"Ein Schuhüberzug....."

Besuch bei Poryes / Berlin

Von re. nach li.: Jennifer Lyon Bell, Shine Luise Houston, Petra Joy, Maria Beatty, Candida Royalle und ich - Ingrid Mack

Am Samstag, 17. Oktober 2009 war es soweit! Der erste feministische Filmpreis – die Auster – wird in Berlin an namhafte Pionierinnen vergeben!
Dieser Preis soll ein Zeichen setzen, und eine neue Bewegung ins Leben rufen: Poryes!

Dr. Laura Merrit von Sexclusivitäten hat geladen, und alle sind Ihrem Ruf gefolgt. Dieser Abend war geprägt von den Filmemacherinnen, die sich nicht gegen klassische Pornos aussprechen, sondern Ihren Beitrag leisten, dem Porno ein neues Gesicht zu geben.
Frauen, die sich mitunter schon seit vielen Jahren damit beschäftigen erotische Filme aus Frauensicht zu drehen, weil es Ihnen ein Bedürfnis ist zu zeigen, dass es auch eine andere Art der Pornographie geben kann und geben muß.
Frauen wie Candida Royalle aus New York. Sie hat in mehr als 25 Filmen mitgespielt, bevor Sie 1984 ihre eigene Produktionsfirma „femme productions“ gründete. Sie ist eine wahre Pionierin und Wegbereiterin! Ihr gebührt der erste Platz bei dieser Verleihung!
Maria Beatty, die seit nunmer über 10 Jahren Ihre Art der weiblichen Lust gekonnt in Szene setzt, und bei dem lesbischen Publikum, die gerne auch mit BDSM experimentieren bestens bekannt ist – Ihren Filmen gebührt auch jetzt bei uns endlich ein gebührendes Plätzchen!!
Petra Joy, die in den letzten Jahren die Umtriebigste in Europa ist, und mit hrer Art der sinnlichen Inszenierung wohl die Bekannteste bei uns ist. Sie schaffte es auch, dass die Medien auf Ihr Tun Aufmerksam geworden sind. Viele TV und Printmedien berichteten, und machten so dem „gemeinen Volk“ eine Vorstellung dessen, was sich in den letzten Jahren im Untergrund tat. Frauen machen Filme für Frauen!Auch Sie wurde an diesem Abend gebührend für ihr Tun prämiert!
Shine Luise Houston aus San Francisco, die in den Staaten bereits eine große Fangemeinde hat, aber bei uns noch nicht so bekannt ist. Ihre Werke sind großartige Filme mit Spielfilmcharakter und autentischen lesbischen Sexszenen – anspruchsvoll und durchdacht gefilmt! Auch Sie wurde geehrt; und es war auch nicht ihr erster Preis!
Eine weitere wohl bekannte Frau, die sich für die weibliche Lust einsetzt ist Annie Sprinkle, die auch geladen war, aber leider nicht persönlich den Preis entgegen nehen konnte. Sie schickte eine Ihrer Freundinnen, die auf Ihre Art die Dankesbotschaft von Annie auf Ihren Brüsten und Ihrem Po zu uns nach Berlin brachte….

Eine Botschaft hing wie eine wunderbare rosarote Wolke über allen, die diesem einzigartigen Abend beiwohnen durften: Wir sind es, die die Zukunft schreiben – jetzt und hier!

An uns liegt es, diese Filme anzusehen, uns an Ihnen zu erfreuen, sie weiter zu empfehlen, und so zu ermöglichen, dass immer neue Werke entstehen können!

Bei der Sexindustrie hat auch vor einigen Jahren ein Umdenken stattgefunden: jetzt gibt es schöne und frauenfreundliche Toys aus besten Haut,- und Schleimhautverträglichen Materialien! Warum soll auch nicht eine Revolutionierung in diesem Sektor stattfinden?

Schreiben Sie uns doch Ihre Vorstellung von frauenfreundlichen Filmen -
- was wollen Sie sehen; und was nicht!?
Was ist Ihrer Meinung üfr einen frauenfreundlichen Porno unerlässlich?

Ich habe alle Produzentinnen (nicht erst jetzt) persönlich kennengelernt – und könnte Ihr Sprachrohr sein!
Helfen Sie mit, wertvolle Filme entstehen zu lassen!… hier und jetzt…. jedeR Einzelne kann einen wichtigen Beitrag leisten!

Expertinnentreffen in Berlin

Die Teilehmenden / Foto: Enno E. Peter

Expertinnentreffen - Thema 2009

Seit Jahren treffen sich Frauen aus der frauenorientierten Erotikbranche einmal jählich in Berlin. Ausschlaggebend ist der Besuch der VENUS-Messe, die meist Mitte Oktober statfindet.
Auch dieses Jahr lud Stefanie Dörr von der Dildomanufaktur „Play Stixx“, und viele folgten Ihrem Ruf!
Ihre Treffen sind mittlerweile sehr gut besucht, da die Besucherinnnen Ihre liebenswert gestalteten Abende gerne auch zum Informationsaustausch und zum einander Kennennerlen nutzen. In Deutschland gibt es keine Konkurenz, nur Mitbewerber – ein herrlicher Zugang, der ein Miteinander unterstützt und so ein Networking ermöglicht.
Die daraus entstanden Freundschaften sind oft sehr weitläufig und produktiv. Hier wird erkannt, dass wir gemeinsam stark sind, und eigentlich alle an dem gleichen Strang ziehen!

Das diesjährige Treffen hat Stefanie unter das Motto gestellt: „Manifest zur Heilung der weiblichen Sexualität“
Ein erquickendes Thema!
Unsere Diskussionsrunde handelte nunmehr über drei Thesen aus dem Manifest:
„Die weiblicheSexualität hat Heilungsbedarf“
„Liebesspielzeuge heilen die weibliche Sexualität“ – ein neues Liebesspielzeug ist manchmal wichtiger als ein neuer Pulli…
„Das sprechen über Liebesspielzeuge ist heilsam“

Zirka 20 Frauen unterhielten sich demnach angeregt über diese Thesen. Für mich ein sehr einladendes Thema, denn ich weiß, wie viele Frauen in ihrer Sexualität Nachholbedarf haben und dabei das Allerschwierigste oft die Sprache und das Benennen der Bedürfnisse ist. Und wer darüber nicht sprechen kann, behindert auch seine Weiterentwicklung.
In dieser Runde ging es auch über die Sprache an sich: so sind die Benennungen der weiblichen Genitalien meist schon voller „Schamgefühl“: Schamlippen, der Schambereich…, Schamhaare…

Ich gab zu bedenken, dass es auch hier an uns liegt – sind wir doch Multiplikatoren in diesem Bereich – um eine „Neue Sprache“ zu etablieren.
Ich spreche von Venuslippen, der Vulva und der Vagina, den Venuslocken….
Machen auch Sie mit! Geben wir unseren intimen Lustzonen die schönsten Namen - Wie benennen Sien Ihre Lustzonen?

Es ist was es ist; sagt schon Erich Fried – und meint damit die Liebe! - und alles, was dazugehört!

Ich spreche auch von LIEBENSMITTEL (Copyright I. Mack). Denn die Liebe ist so wichtig für unser Seelenheil, die Selbstliebe als Basis für das Miteinander, das Gegenüber und dem Wachsens. Lebensmittel brauchen wir zum Überleben; Liebensmittel zur Stärkung unseres Ichs.

Pornos für Frauen

Seit vielen Jahren ist es mir ein Bedürfnis, dass Frauen Zugang zu erotischen Filmen haben können.
Das „weibliche Auge“ sieht Erotisches anders als die Industie glaubt – so sind fast alle Hersteller auf das wirtschaftliche Interesse aus – sprich: Pornos werden von Männern für Männer gemacht! – und dieser Markt ist seit vielen Jahren unersättlich damit beschäftigt, Pornos herzustellen, wie wir sie alle kennen: Frau ist das stets willige Lustobjekt; sie treibt es gerne und schamlos in allen erdenklichen Stellungen meist gleichzeitig mit mehren Männern, kommt immer und überall zum Höhepunkt; braucht kein Vorspiel und sowieso ist Zärtlichkeit und die Wertschätzung nicht an der Tagesordnung…..

Noch vor Jahren, als ich die Hersteller mit der Nachfrage von „frauenfreundlichen Pornos“ konfrontierrte, bekam ich fast immer die gleichen Antworten: da braucht man ja Schauspieler, die auch sprechen müssen; nein, sowas wird nicht produziert – aus Kostengründen – alleine das Setting ist hier viel teurer, als bei einem Mainstraem-Porno; und: da ist doch keine Nachfrage!…..

Tja; und so geschah lange Zeit nichts – bis sich einige Frauen selber dran machten, und es mittlerweilen mit viel Erfolg zu einigen schönen Filmen brachten….

Eine der Allerersten ist Candidda Royalle aus den USA. Sie erkannte schon vor mehr als 10 Jahren, dass in den angebotenen Filmchens die Frau nicht auf Ihre Kosten kommt.
Candidda stand selbst vor der Kamera und spielte bei „klassischen Pornos“ selbst mit – bis Ihr das alles zu langweilig wurde, und sie beschloss, selbst Filme zu produzieren. Von Frau – für Frau!
Sie gründete das Film Label „femme productions“ und zeigte damit, dass es wohl einen Markt, eine Nachfrage und Bedarf an femininen Filmen gab! und immer mehr gibt!

So sind wir also alle daran mitbeteiligt, ob es mehr frauenfreundliche Filme geben wird – Nachfrage macht Angebot!!

Plötzlich ist auch das mediale Interesse entfacht – gibt es überhaupt „Pornos für Frauen?“, und WO gibt es diese zu kaufen????

Seit es das Liebenswert ( und vormals SEPAREE) gibt – liegt es mir sehr am Herzen, schöne, vielfältige und anspruchsvolle DVDs anzubieten; eines der schwierigsten Unterfangen – aber in der Zwischenzeit gibt es auch in Deutschland einige Erotikfachgeschäfte für Frauen, und alle wollen das Gleiche: Ihren KundInnen Frauenfreundliches zum visuellen Genuß anbieten!…
… und somit steigt die Nachfrage, und auch das Angebot!!

Liebenswerte Vibrationen

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Gemeinsam genießen – Der Liebenswerte Kochsalon

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Eine gute Küche ist das Fundament allen Glücks – Auguste Escoffier

Sind Sie, so wie wir, davon überzeugt daß Essen und Lieben Hand in Hand gehen und uns verbindet?

Suchen Sie das gemeinsame Genießen, das gemeinsame Entdecken der Sinne?

Möchten Sie die Leidenschaft des Genießens teilen?

Der Liebenswerte Kochsalon lädt Frauen und Männer ab 35 ein nicht nur neue Gerichte und sinnliche Köstlichkeiten kennen zu lernen…

Interessiert? Sie können sich telefonisch oder via unsere Website anmelden.

Die Königin der Kochrezepte ist die Phantasie!

Die Venus von Liebenswert

venus-rot-dose-largeSeit einige Wochen ist sie da: unsere Venus von Liebenswert, die absolute weibliche Lust…
Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit uns!

Liebenswert blogt!

plakaatMomentan wird hier noch experimentiert, aber bald wird es ein Liebenswert Blog geben wo wir Liebeswerte Frauen – und allen die Frauen lieben – unsere Gedanken und Erfahrungen im spannenden Bereich der Liebe und Sexualität mit einander teilen können.

Wir geben der Sinnlichkeit ihren Raum!

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